Wie ist die Weiterbildung aufgebaut?

 

 

1.  "Tiergestützte Fachkompetenz"

 

12 Tage (75h) - Teilnahmebestätigung

 

Die Weiterbildungsinhalte sind:     

  • Rahmenbedingungen der tiergestützten Arbeit bezogen auf Klient, Fachberater, Tier und Institution
  • Sachkunde bezogen auf die eingesetzte Tierart
  • Einsatzmöglichkeiten
  • Psychologie der Tier-Mensch-Beziehung
  • Soziologie der Tier-Mensch-Beziehung
  • Tiertrainingskonzepte
  • Projektplanung und -durchführung tiergestützter Konzepte 
  • Praxisbezug zu Institutionen (BHW, Altenheim, Wohngruppen, Schulen)
  • Prüfung / Teilnahmebestätigung

 

2. "Fachberater für Tiergestützte Intervention"

 

12 Tage (75h) - Zertifizierung -(akkreditiert durch die Hess. Lehrkräfteakademie)


Möglichkeit der Sachkundeprüfung §11 (Theorie/Praxis)

in Kooperation mit dem Veterinäramt Friedberg

 

 

Die Weiterbildungsinhalte sind:

  • Einsatzmöglichkeiten tiergestützter Arbeit in meinem speziellen Berufsfeld – Was soll sich verändern?
  • Präventive und therapeutische Konzepte, die mit der   tiergestützten Arbeit verknüpfbar sind (z.B. Achtsamkeit, ETEP)
  • Berufsbezogene Projektplanung
  • Individuelle  Konzeptentwicklung – Beratungskompetenzen
  • Evaluationsformen
  • Arbeitsmaterialien für den tiergestützten Einsatz
  • Projektplanung und –durchführung / Evaluation
  • Praxisbezug zu Institutionen (BHW, Altenheim, Wohngruppen, Schulen, Kindergärten)
  • Prüfung und Zertifizierung

Ziel der modular aufgebauten tiergestützten Weiterbildung ist es, die Arbeit mit Tieren an Menschen zu vermitteln, die eine fundierte fachliche Basis für tiergestütztes Arbeiten in den Bereichen Pädagogik, Therapie und soziale  Arbeit erwerben wollen.

 

Die Weiterbildung zum Fachberater für tiergestützte Intervention ist von der Hess. Lehrkräfteakademie akkreditiert.

 

Die Weiterbildung erfolgt in berufsbezogenen Kleingruppen (maximal 8 Teilnehmer/innen). Die Bedarfslage der Teilnehmer/innen wird in Vorgesprächen ermittelt und in der Ausbildung berücksichtigt. Die tiergestützte Arbeit ist immer in Verknüpfung mit dem Grundberuf zu sehen.

 

Folgende drei Säulen bilden die Grundlage für die tiergestützte Arbeit bei S-A-M-T:

  1. die  pädagogisch-psychologischen Konzepte (wie z.B. ETEP) des Grundberufs
  2. die MBSR-Achtsamkeitslehre
  3. das ausbebildete Tier/Mensch-Team

 

Während die tiergestützte Fachkompetenz das Basiswissen der tiergestützten Arbeit vermittelt, integriert die Weiterbildung zum Fachberater für tiergestützte Intervention dieses Wissen sehr individuell in das eigene Berufsfeld und unterstützt nachhaltig und unter  großem Praxisbezug die konzeptionelle Entwicklung. 

An jedem Weiterbildungswochenende besteht für die Teilnehmer/innen die Möglichkeit praktische Erfahrungen mit dem eigenen Tier in ortsnahen Institutionen  zu sammeln. Hieraus ergeben sich Erkenntnisse über Team-Eignung bezüglich Einsatzort und Klientel. In diesem Zusammenhang werden die Teilnehmer/innen besonders für die Beobachtung von Stresssymptomen bei Tier und Mensch geschult und der Umgang damit reflektiert.

Das Thema Tierschutz begleitet die Tier/Mensch-Teams während der gesamten Weiterbildung und stellt eine Grundvoraussetzung für einen professionellen tiergestützten Einsatz dar. Es gibt die Möglichkeit die Sachkunde (§11 Tierschutzgesetz) bezüglich des Einsatztieres in einer Prüfung am Veterinäramt Friedberg abzulegen, sodass für die spätere tiergestützte Berufsausübung lediglich noch die Erlaubnis bei dem zuständigen Veterinäramt zu beantragen ist.